Entgegnung - Salus

Initiative "Saubere Luft für Schwäbisch Gmünd"
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Entgegnung

Medien
 
Entgegnung auf die Pressemitteilung von Eurotech in der RZ vom 9.11.2016
 
 
Auf Seite 1:
 
„Die von Gutachtern erhobenen Fakten und Daten entlasten das Unternehmen, mithin müsse es einen anderen Verursacher des Gestanks geben“
 
Wer am Donnerstag 3.11.2016 in der Technischen Akademie aufmerksam die Vorstellung des Gutachtens mitverfolgt hat, kann nie und nimmer zu solch einer Aussage kommen:
 
Das Gutachten bezieht sich nur auf die Emissionen bzw Immissionen der Firma Eurotech!
Die darin enthaltenen und vorgestellten Werte liegen
zum Teil deutlich über den zulässigen Grenzwerten!
 
Zudem gibt es schon seit Jahrzehnten Klagen gegen die Geruchsbelästigungen. Sie wurden eindeutig verortet.  Entgegen der Darstellung im Artikel : „gerade dort, wo eigentlich (laut Gutachten) die heftigsten Geruchsbelästigungen durch Eurotech zu erwarten wären, es gar keine Beschwerden gebe“, treten die meisten Klagen im Bereich östlich der Firma auf, in der Schwerzerallee, Goethestraße und umgebenden Straßen und in Richtung der Stadtmitte. Aber der Gestank wird auch  in weiter entfernten Stadtteilen wahrgenommen. Dies ist aber nicht im Widerspruch zu dem Gutachten. Und zwar ist es der gleiche Gestank, wie der Autor sich selbst vergewissert hat (wenn man direkt zur Firma geht, stinkt es genauso, natürlich nicht zu jeder Zeit!)
 
Die von Gutachter Herr Norbert Suritsch vorgestellten Ergebnisse über die Verteilung  der Abgase entstammen einem Rechenmodell ! und sind nicht Ergebnisse einer olfaktorischen Erfassung. Dieses Rechenmodell beruht auf vereinfachten Annahmen - so Norbert Suritsch selbst in seinen Ausführungen - die die Wirklichkeit nur dem Grundsatz nach wiedergeben können. Es sind also keine Widersprüche zwischen den Wahrnehmungen der Bürger und den emissionstechnischen Gegebenheiten herleitbar, es sei denn man argumentiert nur mit halben Tatsachen.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Berechnungen wurde eine Überschreitung der Grenzwerte in bestimmten Bereichen festgestellt..
 
Weiter: Aus einem durchlaufenden Produktionsprozess kann man nicht auf ein gleichmäßiges Vorliegen von Geruchsbelästigungen schließen.
Bestimmt wird nicht 24 Stunden lang mit Aminen begast oder die Schmelze eingefüllt, wobei Phenolharze verbrennen. Sodann sind die Amine schwerer als Luft und lösen sich nicht wie Zucker in warmem Wasser in der Luft auf, sodass wir vom Kamin weg sofort eine Verdünnung haben. Die Gase werden oft, je nach Wetterlage und Temperaturschichtung, in oberen Luftschichten verfrachtet, oder eben auch sinken sie schneller wieder nach unten. Aufgrund der Wetterlage und der komplizierten Geländeformen in der Umgebung von Gmünd, sowie dem oben angedeuteten Verhalten des Gases, ist es ohne weiteres möglich, das es mal in dieser, mal in der anderen „Ecke“ von Schwäbisch Gmünd intensivere Geruchsbelästigungen gibt, oder eben gar keine.
Außerdem: die Wege des Abtransports der Abgase in der Firma sind nicht klar offengelegt. Auch hier stecken Möglichkeiten, die zeitlichen Schwankungen zu erklären.
 
 
 
 
„Gunter Milarg, er habe Verständnis für die Klagen der Bürger über die Geruchsbelästigungen, doch kein Verständnis dafür, dass die sachliche Argumentation seines Unternehmens kein Gehör mehr finde.“,  „….zunehmende Anfeindungen…“
 
Die BI ist an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert. Allen anderen Tendenzen werden wir entgegentreten. Wir sind allerdings nicht verantwortlich für die Aussagen oder Verhaltensweisen einzelner Personen, werden aber, wenn sie in unserem Wirkungsbereich sind, dafür eintreten, dass solcherlei abgestellt wird.
Wenn zunehmend Anfeindungen/Angriffe stattfinden, insbesondere gegen Arbeiter der Firma, tut uns das leid und wir distanzieren uns davon in aller Schärfe. Dann erwarten wir aber entsprechende Reaktionen der Betroffenen, Strafanzeigen…
Ist die schon seit Jahrzehnten bestehende erhebliche Geruchsbelästigung kein Angriff auf die betroffenen Personen ? Leute können zeitweise nicht mehr lüften, Wäsche nicht mehr im Garten aufhängen, ja es ziehen sogar Leute von Schwäbisch Gmünd weg !
 
Wir erwarten von der Firma, dass sie sachlich argumentiert.
 
So wird z.B. in der Zeitung ein Bild gezeigt mit Aluformen mit der Bildunterschrift:
„bei Eurotech wird nur Aluminium verarbeitet, so gibt’s von dort keinen Plastikgestank, wie es in Gmünd wahrgenommen wird.“
Dazu ist zu sagen: Die Beschreibung des Gestanks ist subjektiv, es sind – zum Teil – hilflose Versuche, dies in Worte zu fassen. Das heißt nicht, dass hier Plastik verarbeitet wird. Es stinkt nur so, wie wenn man Plastik verbrennen würde. Daraus herzuleiten, …dass die Vorwürfe alle nicht zusammenpassen würden, ist reichlich kühn und entbehrt jeder Sachlichkeit, im Gegensatz zu der Aussage von Herrn Milarg, sachlich zu argumentieren. Tatsache ist - und das wurde bei der Vorstellung des Gutachten klar gesagt - dass Phenolformaldehyd und Isocyanat, als Versprecher apostrophiert wurde auch Furanharz genannt, mit im Spiel ist und dass Amine verwendet werden beim Härtungsprozess.
 
Da muss man nicht nach einem anderen Verursacher dieses Gestanks suchen.
 
Wenn behauptet wird, „die von Gutachtern erhobenen Fakten und Daten entlasten das Unternehmen“, dann ist dies unsachlich argumentiert und äußerst unfair gegenüber den Nöten der unter den Belästigungen leidenden Bevölkerung.
 
Wenn vom Geschäftsführer eine Luftabsaug- und –waschanlage angeführt wird, dann muss man sagen, dass laut Gutachten nicht an allen emittierenden Stellen E1 bis E6 gefiltert und gewaschen wird. Also lässt sich hier sicher nachbessern. Und es ist nicht so, dass in Gänze verhindert wird, dass belastete Luft austrete, wie der Eindruck entstehen könnte, wenn man die Zeitung liest.
 
„Die Vorwürfe passen alle nicht zu uns“ ist also eine ganz unkritische Aussage, die sicher nicht zu einer Versachlichung führt, und die benötigen wir, wenn wir eine Lösung dieses Problems angehen wollen.

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